Ein Hauch Geschichte...

Wie Funde bezeugen, wird die Gegend von Bad Zurzach spätestens seit der Steinzeit besiedelt. Während der letzten vorchristlichen Jahrhunderte lag Bad Zurzach im Territorium der Helvetier, einem keltischen Stamm. Möglicherweise hiess der Ort damals schon "Tenedo".

Um den Sümpfen des Unteren Aaretales auszuweichen, wählten die römischen Eroberer vor gut 2000 Jahren den Weg über den Zurzacherberg, um an den Rhein zu gelangen, von wo aus sie dann weiter ins Gebiet der Germanen vordringen konnten. Den Namen "Tenedo" kennen wir dank einer spätrömischen Karte.

Im 5. Jahrhundert errichteten Christen in dem von den Römern verlassenen Brückenkastell auf dem Kirchlibuck eine Kirche. Etwa zur gleichen Zeit entstand eine zweite Kirche im römischen Gräberfeld an der Strasse nach Vindonissa (Windisch), dort, wo man das Grab der heiligen Verena entdeckt hatte. Um diese Kirche herum bildete sich schliesslich Urzacha, der spätere Marktflecken Bad Zurzach, während die Siedlung im Kastell allmählich aufgegeben wurde.

Im Laufe des Frühmittelalters entstand bei der Grabeskirche eine "kleine Abtei", übrigens die älteste, die sich im Gebiet des heutigen Kantons Aargau befindet. 888 wurde sie von Kaiser Karl III. zusammen mit dem Dorf Bad Zurzach dem Kloster Reichenau vermacht. 1267 gelangte Bad Zurzach in den Besitz des Bischofs von Konstanz. Spätestens in dieser Zeit wurde das vormalige Kloster in einen Chorherren-Stift umgewandelt.

Wohl wegen der immer wichtiger werdenden Bedeutung als Wallfahrtsort entwickelte sich Bad Zurzach auch zu einem zwar kleinen, aber nicht minder bedeutenden Messeort Europas.

Hundert Jahre nach dem Niedergang der Messen wurde in Bad Zurzach eine neue Aera eingeläutet: Mit der Erbohrung der Zurzacher Thermalquelle 1955 wurde Bad Zurzach zum neuen "Wallfahrtsort" für Erholung und Entspannung suchende Menschen.

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